GARTENPROJEKTE

 

> Interkulturelle Bielefeldt-Gärten

> Interkulturelle Naschgarten

> Interkultureller Kräutergarten

 

Sie haben Zeit und Lust sich in Ihrer Freizeit zu engagieren und möchten diese Zeit mit Menschen verbringen? Dann ist ehrenamtliches Engagement beim unterschiedlichen Gartenprojekten genau das Richtige für Sie!

Mit Ihrem Engagement leisten Sie einen wertvollen Beitrag zum Zusammenleben. Regelmäßige Treffen, Stammtische und Veranstaltungen fördern Austausch und Miteinander und bereichern Ihren Alltag.

Wir freuen uns, dass Sie Zeit, Wissen und Erfahrung mit uns teilen. Zeit und Umfang des Ehrenamts können wir an Ihre Wünsche und Interessen anpassen. Es gibt vielfältige und spannende Möglichkeiten für ein Engagement.

Bei Fragen zum ehrenamtlichen Engagement sprechen Sie uns gerne an.

Interkulturelle Bielefeldt-Gärten

 

Idee und Ziele

Das Projekt "Interkulturelle Bielefeldt-Gärten" hat das Ziel, im solidarischen und interkulturellem Miteinander ökologische Gartenbewirtschaftung und Gartennutzung zu betreiben. Daneben sollen Begegnungsmöglichkeiten für alle auch zu gemeinschaftlicher Selbstversorgung beitragen. Wir bieten interessierten Menschen während der Saison, wöchentlich offene Gartenzeiten zum gemeinschaftlichen Gärtnern sowie Seminare, Workshops, Ferienaktionen und Nachbarschaftsfeste an. Auf bis zu 15 Nachbarschaftsbeeten, die saisonal vergeben werden, erhalten Gartenfreund*innen die Möglichkeit, eigenen Anbau zu betreiben und miteinander Lernerfahrungen zu sammeln.

Gärtnern und Freizeitaktivitäten in Interkulturellen Gärten stellen den sozialen Kontakt zwischen Geflüchteten, Zugezogenen und Einheimischen untereinander her und fördern dadurch die Verständigung zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen.

Die Interkulturellen Gärten bestehen aus einzelnen Parzellen, auf denen Gemüse und Kräuter (darunter in Deutschland weniger bekannte Arten und Sorten aus den Herkunftsländern) umweltfreundlich und für den Eigenbedarf angebaut werden. Es gibt außerdem gemeinschaftlich genutzte Flächen für Kinderspiel, Veranstaltungen und Treffen. Die Gärten sind oft auch Anknüpfungspunkt für darüber hinausgehende Aktivitäten und Lernangebote für berufliche Integration etwa durch Besichtigungen und Praktika bei Betrieben aus dem Bereich Gartenbau und Umwelt, Förderung Interkultureller Kompetenzen, der beruflichen Orientierung im gärtnerischen und Umweltbereich, sowie soziale Integration durch Nachbarschaftshilfe und Familienbetreuung, Begleitung bei Behördengängen, Aufsuchen und Kontakt zu Bildungseinrichtungen, Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Interkulturellen Bielefeldt- Gärten ist ein Gemeinschaftsprojekt der Interkulturellen Begegnungsstätte e.V. -Haus der Kulturen, Sprungtuch e.V., Kleingärtnerverein Buntekuh e.V., Landesverband der Gartenfreunde Lübeck e.V.

Hier finden sie unsere aktuellen Flyer zum Download

 

Mehr Wissen und Geschichten über die Interkulturellen Bielefeldt Gärten

Was sind Interkulturelle Gärten?

Interkulturelle Gärten, auch Internationale Gärten genannt, sind Gartenprojekte, bei denen Konzepte des Interkulturellen Lernens, der Völkerverständigung, der Anerkennung und Teilhabe im Mittelpunkt stehen. Die Idee der Interkulturellen Gärten entwickelte sich Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts parallel in mehreren großen Städten der Welt, wie etwa Buenos Aires, New York City, Toronto sowie seit 2012 auch in Lübeck.

Mit der Gartensaison 2012 startet erstmalig ein Gemeinschaftsprojekt in Lübeck, das Menschen aller Kulturen und aller Altersstufen, insbesondere auch Menschen mit Migrationsgeschichte zum gemeinsamen Gärtnern einlädt. Der Kleingärtnerverein Buntekuh e.V. stellt fünf zusammenliegende Parzellen zur Verfügung.
Eine Teilnehmerzahlbegrenzung gibt es bei dem Projekt nicht. Bei Großveranstaltungen wie Festen können bis zu 200 Personen im Garten Platz finden. Bei Seminaren ist eine Gruppe von bis zu 30 Personen möglich. Die Gesamtfläche von aktuell ca. 2000m² wird mit ehrenamtlichem Engagement auf Spendenbasis gestaltet, um langfristig Räume für Bildungs-und Gruppenarbeit (Workshops, Seminare, etc.) sowie Erholung zu bieten.

Wie ihr uns findet

Die Bushaltestelle der Linien 11 und 21 heißt Rotenhauser Feld und befindet sich an der Ziegelstraße. Von dort bis in den Garten sind es 3 Minuten Fußweg: Die Straße Rotenhauser Feld bis zum Tor des Kleingartenvereins Buntekuh, rechts in den Heckenweg abbiegen, der dritte Eingang ist schon der von den Interkulturellen Gärten.

Die Geschichte des Namens Alwin BielefeIdt (1847-1942) erwarb sich in seinen Berufsjahren 1907-1924 als Direktor der Landesversicherungsanstalt der Hansestädte in Lübeck große Verdienste in der Gesundheitsvorsorge. Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte er sich für die Einrichtung von Kleingärten für die ärmeren Bevölkerungsgruppen. 1908 gelang es ihm mit Unterstützung des Vaterländischen Frauenvereins des Roten Kreuzes, die ersten Arbeitergärten an der Geniner Straße einzurichten. 1910 folgten Gärten am Steinrader Weg, dann auf Marli und in der Ratzeburger Allee und schließlich entstand 1928 die erste Dauerkleingartenanlage in Buntekuh, die heute noch existiert. Deutschlandweit war er zeitlebens in der Kleingartenbewegung aktiv und wurde Mitbegründer und erster Vorsitzender des Reichsverbandes der Kleingärtner. Sein wegweisendes Wirken wurde nach seinem Tod 1942 jedoch nicht gewürdigt, da er in Konflikt mit den nationalsozialistischen Machthabern geraten war. So konnte es kommen, dass dieser verdienstvolle Lübecker weitgehend in Vergessenheit geriet. Mit der Benennung der „Interkulturellen Bielefeldt- Gärten“ in Lübeck wird diesem Versäumnis Rechnung getragen und ihm ein lebendiges Andenken bewahrt.

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Interkulturelle Naschgarten

Der Naschgarten ist ein interkultureller Gemeinschaftsgarten in Lübeck, der mit Unterstützung vom Haus der Kulturen seit 2018 im BaoBab-Park betrieben wird. Beerensträucher, Gemüse, und Kräuter selbst anzubauen, mit vielen Menschen in Austausch zu kommen und die Stadt grüner und lebenswerter zu gestalten, ist das gemeinsame Ziel der Mitmachenden.

Im Frühjahr 2018 wurde das zweite, von einer interkulturellen Gruppe getragene Gartenprojekt des Hauses der Kulturen in der Altstadt eingeweiht: Der Interkulturelle Naschgarten, gelegen in einer öffentlichen Grünanlage nahe eines Spielplatzes und des „Baobab-Parks“ an der Ecke Dr. Julius-Leber-Straße / Kanalstraße. ‚Naschen erlaubt‘ ist das Motto der neusten Stadtoase der Essbaren Stadt Lübeck. Der von Sitzmauern umgebene Garten liegt an der historischen Stadtmauer und ist ein Geheimtipp am Spätnachmittag, wenn die tiefstehende Sonne ihm einen besonderen Zauber verleiht. Hier wachsen neben vielen Gartenkräutern auch besondere Pflanzen wie die „Goldene Beere“ mit dem vierfachen Nutzen von Duft, Schönheit, essbarer Früchte und attraktiver Herbstfärbung, die als „Adam und Eva“ getauften männlichen und weiblichen Beeren-Kiwis und der leckere Spargelsalat. Bei Kindern sehr beliebt sind Erdbeeren, Himbeeren und Zuckererbsen.

Die Interkulturellen Gärten sind zum Mitmachen für alle da: Die Gartengruppen verbinden Menschen verschiedener Kulturen über gesundes Genießen und gemeinsame Arbeit. Sie freuen sich über Zuwachs beim gemeinsamen Planen, Gestalten, Säen, Pflanzen und Gießen. Die Gärten sind auch Grünes Zimmer‘ für Grundschulen und KITAS der Altstadt: Kinder der benachbarten KITA haben die neuen Oasen bereits liebgewonnen. Beim Beobachten, Gärtnern und Gießen lernen sie spielerisch im Miteinander von Mensch, Tier und Pflanze.

Ziele für das Projekt Essbare Stadt - Naschgarten an der Stadtmauer:

• Gemeinsames Gärtnern für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
• Zusammengehörigkeit erfahren durch gemeinsames Kultivieren, Säen, Pflanzen, Pflegen und Ernten
• Voneinander lernen, miteinander (er)leben
• Natur als gemeinsame Sprache entdecken
• Kulturübergreifender Austausch von Kompetenzen
• Integration von Menschen mit Handicap, Sprachbarrieren
• Biologische Vielfalt in der Stadt erfahrbar machen und Informationen zu Natur und Gartenkultur vermitteln
• Alte, regionale, an unser Klima besonders angepasste Obst- und Gemüsesorten verwenden
• Fertigkeiten zu gesunder und schmackhafter Ernährung

Hier finden sie unsere aktuellen Flyer zum Download

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Interkultureller Kräutergarten

Im Frühjahr 2017 wurde der Außenbereich des Cafés um einen öffentlich zugänglichen Interkulturellen Kräutergarten erweitert. Auf dem Gelände der Domgemeinde setzte eine vom Haus der Kulturen koordinierte und interkulturell zusammengesetzte Gartengruppe das erste Projekt der Essbaren Stadt Lübeck in der Altstadt um: Es besteht aus einer neu angelegten Wildblumenwiese und 5 Hochbeeten aus Holz, die die fünf Kontinente der Erde repräsentieren.

Die Idee ist, im öffentlichen Raum und im Rahmen von interkulturellen Workshops den Gebrauch von Kräutern für den gesunden Genuss erlebbar zu machen, zu zeigen, welche Kräuter universell, aber in verschiedenen Ausprägungen auf verschiedenen Kontinenten wachsen und welche Kräuter es – beispielsweise nur in Afrika - gibt. Blütenreiche Garten- und Wildkräuter werden vom Café für kreative interkulturelle Snacks und kunterbunte Buffets verwendet, dürfen aber auch von Passanten und Cafégästen verkostet werden. Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge finden in der bunten Pracht Nahrung und Nistmöglichkeiten.

Insbesondere Migrantinnen und Migranten aus und um Lübeck sollen gemeinsam die Hochbeete mit der Kräutervielfalt Asiens, Afrikas, Lateinamerikas, Australiens und Europas betreuen, pflegen und bepflanzen. Dadurch können nicht nur Kenntnisse im Umgang mit Kräutern erworben, sondern auch Kontakte mit Menschen aus aller Welt geknüpft werden.