Was wir machen

Mit Kunst- und Dokumentarausstellungen, Musik, Tanz, Filmen, Vorträgen,  sowie praktischen Hilfen, wie Rechts- & Sozialberatungen und Sprachkursen, bietet unser Verein als Träger des soziokulturellen Zentrums „Haus der Kulturen“ und Projektträger allen in Lübeck lebenden Menschen den Rahmen, eine lebendige Begegnung und das Zusammenleben in der Stadt aktiv zu gestalten.

Veranstaltungen

Wann: Mittwoch 29.11.2023
15:00
Wo: Haus der Kulturen (Parade 12 , 23552 Lübeck)
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Wann: Mittwoch 29.11.2023
17:15
- 18:45
Wo: Haus der Kulturen (Parade 12 , 23552 Lübeck)
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Wann: Donnerstag 30.11.2023
15:00
Wo: Haus der Kulturen (Parade 12 , 23552 Lübeck)
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Wann: Donnerstag 30.11.2023
16:00
Wo: Haus der Kulturen (Parade 12 , 23552 Lübeck)
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Das Haus der Kulturen fragt nach…

…bei den Bürgermeisterkandidat:innen…
…doch, wer hat was gesagt? Und geht es um das WER oder um das WAS?
Entscheidet selbst! Wir haben drei Fragen an unsere Bürgermeisterkandidat:innen gestellt und
veröffentlichen ihre Antworten dazu.
Heute seht ihr die fünf Antworten und morgen wird aufgelöst, von wem die jeweilige Antwort ist.

 

Frage 1. In welchen Bereichen sehen Sie besonders Handlungsbedarf was die Chancengerechtigkeit und die gleichberechtigte Teilhabe der Lübecker:innen mit Migrationshintergrund betrifft?

Antwort 1: Die Stärke unserer Gesellschaft liegt in ihrer Vielfalt! Jeder Mensch muss daher ein Recht auf freie Entfaltung ohne Angst vor Gewalt und Diskriminierung haben. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit hat daher keinen Platz in einer freien und demokratischen Stadt wie Lübeck. Als Ihr Bürgermeister liegt es mir am Herzen die 29% der Lübecker*innen ohne deutsche Staatsangehörigkeit oder (familiäre) Migrationsgeschichte in das Stadtgeschehen aktiv einzubinden und ihren Bedarfen mehr Beachtung zu schenken. Eine Stadt und meiner Leitung muss dabei weit mehr eine Vorbildfunktion erfüllen, als dies bisher der Fall war. Dazu braucht es auch Maßnahmen gegen Stereotypisierung und ein Verständnis für migrantische Lebensrealitäten. Dazu gehört zum Beispiel die Sensibilisierung der über fünftausend Mitarbeiter*innen in der Stadtverwaltung durch ein (verpflichtendes) Angebot an Anti-Diskriminierungs-Fortbildungen. Mit Blick auf die Lübecker Behörden und insbesondere die Bürger*innen-Büros bedeutet dies zudem ein möglichst barrierefreies Informationsangebot: Informationen in Leichter Sprache, Blindenschrift oder in Mehrsprachigkeit müssen zum Regelfall werden. Ergänzend muss die Stadt einen Pool an Sprachmitler*innen vorhalten, um den Austausch mit all ihren Bewohner*innen zu gewährleisten. Gerade für Menschen mit Unterstützungsbedarf müssen die individuellen Bedürfnisse unabhängig ihrer Herkunft, des sozi-ökonomischen Status oder der Wohnsituation, verstanden und an entsprechender Stelle durch die Verwaltung angegangen werden. Für das Jahr 2024 konnte auf die Initiative meiner Partei beispielsweise das Budget für Sprachmitler*innen auf 60.000 Euro verdoppelt werden, wodurch nun auch die bedarfsgerechte Begleitung bei
therapeutischen Behandlungen ermöglicht wird. Die Sprache darf aber nicht nur bei Behördengängen oder medizinischer Relevanz eine Rolle spielen. Alle Migranti*innen und insbesondere Geflüchtete müssen einen leichteren Zugang zum Spracherwerb, unabhängig der Bleibeperspektive, bekommen. Lübeck muss bei der Aufnahme von Geflüchteten Verantwortung übernehmen. Für mich ist es daher selbstverständlich und dringend geboten, dass die für 2024
reduzierten Bundesfördermittel der kommunalen Migrationsberatung durch den Stadthaushalt kompensiert werden. Langfristig muss hier zusätzlich eine Aufstockung der Mittel und Stellen für mehr Qualität und Quantität der hanseatischen Willkommenskultur angestrebt sowie durch die Einführung von Willkommenslots*innen ergänzt werden. Besonders in der Bereitstellung von bedarfsgerechten Informationsangeboten, dem Abbau von Sprachbarrieren und die Wertschätzung individueller Lebensumstände sehe ich damit aktuelle Aufgaben in der Stadtverwaltung.
Dies sind zentrale Grundlage, welche weiterführend den Zugang zu Bildungs- und Arbeits- sowie zu Kultur- und Sportangeboten ermöglichen.
Indem wir beim Spracherwerb die Angebote fördern und den Zugang zu kommunalen Einrichtungen bzw. Angeboten fortlaufend verbessern, geht Lübeck notwendige Schritte hin zu mehr Verantwortung für eine offene Gesellschaft und verbessert die Chancengleichheit und Möglichkeiten der Teilhabe von Lübecker*innen mit Migrationsgeschichte.

 

Antwort 2: Der Schlüssel für die gleichberechtigte Teilhabe ist zunächst einmal die Sprache. Es ist daher wichtig, dass wir ein bedarfsorientiertes Angebot zum zeitnahen Spracherwerb haben. Dies gilt sowohl für den frühkindlichen Bereich („Sprach-Kitas") als auch für die Schulzeit (Willkommens- bzw. DaZ-Klassen) und natürlich auch bezüglich Sprachkursen für Erwachsene. Sprachkenntnisse sind auch für einen guten Berufseinstieg notwendig. Hierfür müssen aber auch die Terminvergaben bei der Ausländerbehörde zeitnaher erfolgen. Um dies zu erreichen, möchte ich das Personal dort entsprechend aufstocken.

Antwort 3: Hier möchte ich zunächst einmal differenzieren zwischen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Damit Kinder mit Migrationshintergrund die gleichen Bildungschancen erhalten, ist es zwingend notwendig, dass sie als allererstes die deutsche Sprache durch besondere Förderung schon im Kindergarten und Kitas erlernen. Die Jugendlichen mit Migrationshintergrund werden in der Schule durch zusätzlichen Deutsch Sprachunterricht gefördert. Denn Sprache ist der Schlüssel zur gleichberechtigten Teilhabe. Die Chancengerechtigkeit sollte auch im Hochschulbereich gefördert werden, um sicherzustellen, dass Menschen mit Migrationshintergrund den gleichen Zugang zu Bildungseinrichtungen und Studienmöglichkeiten haben. Bei den Erwachsenen müssen natürlich auch als erstes die Deutsch Sprachkenntnisse gefördert werden. Um die gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsmarkt zu fördern, müssen diskriminierungsfreie Einstellungspraktiken und die Anerkennung von ausländischen Qualifikationen gefördert werden. Der Zugang zu angemessenem Wohnraum ist ein Schlüsselfaktor für die soziale Integration. Es ist wichtig sicherzustellen, dass Menschen mit Migrationshintergrund nicht diskriminiert werden und gleiche Chancen auf Wohnraum haben. Hier müssen die Stadtverwaltung, lokale Organisationen und die Gemeinschaft insgesamt zusammenarbeiten, um diese Herausforderungen anzugehen und sicherzustellen, dass Chancengerechtigkeit und gleichberechtigte Teilhabe für alle Bürger in Lübeck, unabhängig von ihrer Herkunft, gewährleistet sind.

Antwort 4: Der größte Handlungsbedarf besteht in den Bereichen Bildung, Zugang zum Arbeitsmarkt, Kultur und Schutz vor Diskriminierung und Gewalt. Lübecker:innen mit Migrationshintergrund brauchen einen leichten Zugang zum Erlernen der deutschen Sprache. Schulen sollten ein Ort der kulturellen Vielfalt zu sein und Kinder und Jugendliche müssen unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen Chancen haben. Arbeitgeber:innen sollten sich verstärkt um Personen mit Migrationshintergrund bemühen, da dies einen Gewinn für die Vielfalt in jeder Organisation darstellt und Vielfalt im Arbeitsleben nachweislich zu besseren Arbeitsergebnissen führt. Alle Kulturen sollen ihren Platz in der Lübecker Stadtgesellschaft finden und einander mit Neugier begegnen können. Dafür eignen sich besonders gut Veranstaltungen in den Bereichen Kunst und Musik, da hier verschiedene kulturelle Einflüsse harmonisch ineinander fließen können. Rassismus und Ausgrenzung dürfen keinen Platz haben. Ich werde mich
jeder Form von Diskriminierung und Gewalt laut entgegenstellen.

Antwort 5: Wir müssen weiterhin die Sprachvermittlung stärken und wir müssen das Ankommen in unserer Gesellschaft erleichtern, in dem wir Migrationsberatung anbieten und Behördengänge erleichtern sowie die Interkulturalität stärken. Dazu gehört für mich auch eine kultursensible Elternarbeit in den Bereichen Bildung und Betreuung.

Frage 2. Wie können wir, Ihrer Meinung nach, die Vielfalt und ihre positiven Auswirkungen für die Lübecker Gesamtgesellschaft sichtbarer machen?

Antwort 1: Die Lübecker*innen sind vielfältig und ebenso einzigartig wie das historische Stadtbild. Eine offene und gleichberechtigte Stadtgesellschaft entsteht jedoch nicht von allein, sondern ist eine Gemeinschaftsleistung all ihrer Mitglieder. Durch die richtigen und breit aufgestellten Rahmenbedingungen kann und muss dies aktiv durch die Stadtverwaltung gefördert werden. Als Bürgermeister möchte ich mich daher den öffentlichen Raum von Grund auf inklusiver denken, damit alle Lübecker*innen in unseren schönen Stadt gemeinsam und gleichberechtigter leben können. Das beginnt bei der bereits genannten Anerkennung migrantischer Lebensrealitäten und dem niederschwelligen Zugang zu kommunalen Einrichtungen, muss sich aber auch im Stadtbild fortsetzen. Eine erste und einfache Maßnahme wäre dabei das Verbot von rassistischer, sexistischer oder anderweitig diskriminierender Werbung im Stadtbild. Kein Mensch sollte verbaler, aber auch non-verbaler Gewalt und Beleidigung ausgesetzt sein. Daher möchte ich hier die (Werbe-)Sondernutzungsverordnung entsprechend überarbeiten. Um die eigentliche Vielfalt jedoch sichtbar zu machen braucht es vor allem zwei Dinge: Diverse Orte der Begegnung, an denen sich Menschen bedarfsgerecht treffen und ihre vielfältigen Identitäten kennenlernen können sowie die Gewährleistung, dass alle Lübecker*innen auch tatsächlichen Zugang zu diesen Orten zu erhalten. Konkret wünsche ich mir unter anderem mehr Lebensqualität an öffentlichen Plätzen und möchte die Entstehung von beschatteten Oasen, barrierefrei und mit mit ausreichend Sitzmöglichkeiten, stadtweit fördern. Für junge Menschen müssen zudem in allen Stadtteilen moderne Freizeit- und Sportanlagen kostenfrei zu Verfügung stehen. Für Buntekuh gibt es bereits Pläne für ein „Street Mekka“ nach skandinavischen Vorbild, welches umgesetzt werden und als Vorbild für mehr junge Begegnungsräume dienen muss. Ganz andere Bedarfe haben natürlich Senior*innen und die älteren Stadtbewohner*innen. Ich freue mich daher sehr, dass wir durch die Initiative unserer Bürgerschaftsfraktion den Senior*innentreff in St. Jürgen ab dem kommenden Jahr wiedereröffnen. Bei der Gestaltung muss nun in einem Beteiligungsverfahren sichergestellt werden, dass die Räumlichkeiten auch die Wünschen und Ansprüchen der Anwohner*innen berücksichtigen. Einen Schritt weiter gehen lässt sich zudem mit bürger*innenverwalteten Quartiersfördertöpfen, wie wir diese für 2024 zunächst für Schlutup und die Innenstadt geschaffen haben. Durch eine Ausweitung auf andere Stadtteile ermöglichen wir es den jeweiligen Anwohner*innen eigenständig an der Gestaltung ihrer Stadt mitzuwirken. Diese Vorgehen der pro-aktiven Berücksichtigung und von Bürger*innen-Interessen wünsche ich mir auch für viele weitere Begegnungsorte in anderen Stadtteilen. Durch mehr und diverser gedachte Beteiligungsverfahren können wir dabei auch die Vielfalt der Lübecker*innen zielgerichtet sichtbarer machen. Mehr Sichtbarkeit für die vielfältigen Menschen in dieser Stadt allein, reicht mir jedoch nicht aus! Ich möchte mich auch weiter dafür einsetzen, dass Parks und Sportanlagen, aber auch Kultur- und Sozialeinrichtungen von möglichst vielen Menschen tatsächlich genutzt und erlebt werden können. Als Mitglied der Bürgerschaft habe ich daher bereits mit meiner Fraktion ein Sozial-Ticket auf den Weg gebracht, welches zunächst für wirtschaftlich schlechter gestellte Menschen den Zugang zum ÖPNV und städtischen Einrichtungen (wie z.B. Museen und Schwimmbädern) vergünstigt und nach einer Testphase schrittweise ausgebaut werden soll. Wichtig ist dabei keine teure Pauschallösung, sondern ein Bedarfsgerechter Prozess, eine möglichst einfache Beantragung und vor allem keine Rechtfertigungspflicht der Antragsteller*innen. Um die vielfältigen Kulturgüter und Lebensweisen in Lübeck erlebbar zumachen, ist mir zudem ein kontinuierlicher Ausbau der Kulturarbeit wichtig. Als UNESCO Weltkulturerbe steht dabei häufig die historische Altstadt im Mittelpunkt, aber auch die jüngere Kunst- und Kulturszene braucht hierbei Beachtung und muss die Diversität aller Lübecker*innen berücksichtigen. Als Startschuss erhöhen wir im kommenden Jahr das Budget des Kulturbüros und schaffen mehr Stellen bei den Kultur-Vermittler*innen. Ich freu mich bereits darauf, dadurch Neues in meiner Wahlheimat zu kennenzulernen und mehr über seine Bewohner*innen zu erfahren. Durch die richtigen Rahmenbedingungen machen wir nicht nur die Vielfalt der Lübecker*innen sichtbarer, sondern ermöglichen es auch allen Menschen dieser Vielfalt aufgeschlossen zu begegnen.

Antwort 2: Indem wir zum Beispiel gemeinsam kulturelle Feste veranstalten. Mehr Begegnungen von unterschiedlichen Kulturen und Religionen sorgen für eine bessere Akzeptanz.

Antwort 3: Organisieren Sie kulturelle Veranstaltungen, wie Festivals, Kunstausstellungen und kulinarische Events, um die kulturelle Vielfalt der Stadt zu feiern und anderen Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit zu geben, daran teilzunehmen. Beteiligen Sie sich an gemeinschaftlichen Projekten und Aktivitäten, die die Integration und den interkulturellen Austausch fördern. Dies kann beispielsweise Freiwilligenarbeit in sozialen Organisationen oder Sportvereinen einschließen. Menschen mit Migrationshintergrund sollten nicht isoliert handeln, sondern in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, Gemeinschaftsorganisationen und anderen Bürgern, um die Vielfalt als Bereicherung für die Gesellschaft zu fördern. Die aktive Teilnahme und Mitgestaltung sind Schlüssel, um die Vielfalt sichtbarer und positiv wahrnehmbar zu machen.

Antwort 4: Ich finde ihre Arbeit großartig und wünsche mir von Herzen, dass sie genauso engagiert weitermachen wie bisher. Kulturübergreifende Veranstaltungen mit der Einladung zur Mitwirkung von großen und kleinen Lübecker:innen sollen die Wertschätzung erhalten, die sie verdienen. Sie können sichtbarer werden, in dem Initiativen, Angebote und Veranstaltungen über die Stadt beworben werden oder die Stadt sie selbst ausrichtet.

Antwort 5: Die interkulturellen Wochen leisten hier in Lübeck bereits einen wichtigen Beitrag, die Vielfalt sichtbar zu machen. Gemeinwesenarbeit in Quartier, kulturelle (Bildungs-)Angebote und ein klares Bekenntnis der Akteure vor Ort zum Beispiel zur Charta der Vielfalt tragen dazu bei, die Vorteile einer vielfältigen Gesellschaft sichtbar zu machen und diese zu erleben.

Frage 3. Wo sehen Sie konkret Ihre Aufgabe im Prozess der Entwicklung zu einer friedvolleren und toleranteren Gesellschaft?

Antwort 1: Dies wollen wir fördern durch Anstrengungen für ein lebenswertes Lübeck, den dafür notwendigen Wohnraum und die entsprechende Infrastruktur, aber auch durch die Bereitstellung von öffentlichen Dienstleistungen, die besonders darauf abzielen, die Lübecker Unternehmen bei Behördengängen und Bewältigung der bürokratischen Anforderungen von neu angeworbenen Mitarbeiter*innen, insbesondere bei Zuzug qualifizierter Mitarbeiter*innen aus dem Ausland, zu unterstützen (z.B. Willkommenslots*innen). In dem wir die Stadt zugänglicher und lebenswerter gestalten, bringen
wir auch die alle Menschen näher zusammen. Als Ihr Bürgermeister sehe ich meine Aufgabe dabei als Brückenbauer innerhalb und zwischen den
Stadtteilen und seinen Bewohner*innen. Während bereits einige konkrete Maßnahmen für die Stadtteile genannt wurden, liegt mein übergeordnetes Ziel darin mehr soziale Gerechtigkeit herzustellen und insbesondere die lange missachteten Klimamaßnahmen nicht nur zügig, sondern auch sozialverträglich umzusetzen. Dazu gehört zum Beispiel auch das gemeinschaftliche Wohl der Hansestadt und seiner Bewohner*innen vor höhere Gewinnausschüttungen der städtischen Gesellschaften zu stellen. Die Berücksichtigung der Bedarf von einzelnen Gruppen kann finanziell herausfordernd sein, trägt aber
Schrittweise zur Teilhabe und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Neben der Bekämpfung des Klimawandels, als Teil einer ein globalen Verantwortung, sehe ich besonders in der Schaffung von mehr uns insbesondere bezahlbarem Wohnraum eine kommunale Aufgabe, die mehr Beachtung braucht. Existenzängste sind häufige Ursache von Radikalisierung und Demokratiefeindlichkeit. Durch die Erhöhung der Sozialwohnraum-Quote lässt sich somit beispielsweise auch indirekt auf eine tolerante Gesellschaft hinwirken. Mein Ziel ist es, dass die Verwaltung Lübecks unter meiner Führung nicht nur Lippenbekenntnisse abgibt, sondern durch ihr Handeln die Stadt voranbringt und damit aktiv das Leben der Menschen verbessert - sozial, ökologisch, aber unter der Anerkennung individueller Vielfalten immer auch lebenswert!

Antwort 2: Ich engagiere mich bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich im Migrationsbereich. Es ist wichtig, dass man miteinander kommuniziert, um Vorbehalte abzubauen und gemeinsame Spielregeln festzulegen. Ich begrüße in diesem Zusammenhang auch Ihre Arbeit im Haus der Kulturen. Von den vielen Angeboten möchte ich den Begegnungstreff herausgreifen, der dazu dient, Menschen zusammenzubringen, Freundinnen und Freunde zu finden, sich auszutauschen und das Gefühl zu vermitteln, willkommen und angekommen zu sein. Auch die inzwischen 35. Interkulturellen Wochen in Lübeck, die das Haus der Kulturen veranstaltet hat, sind ein großer, sehr wichtiger Baustein des Kennenlernens und des Austausches auf dem Weg hin zu einer friedvolleren, toleranteren Gesellschaft. Sehr gut finde ich auch, dass Sie eine Stelle im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres anbieten.

Antwort 3: Durchsetzung von Antidiskriminierungsrichtlinien auf kommunaler Ebene, um sicherzustellen, dass niemand aufgrund seiner Herkunft, Hautfarbe, Religion oder anderer Merkmale benachteiligt wird. Förderung von Bildungsprogrammen, die Toleranz und interkulturelles Verständnis fördern. Dies kann in Schulen, Bibliotheken und Kulturzentren geschehen. Entwicklung von Programmen zur Konfliktprävention, die helfen, Spannungen in der Gemeinschaft abzubauen und friedliche Lösungen für Probleme zu finden. Ich als Bürgermeister werde ein Vorbild für ein respektvolles, tolerantes und friedvolles Verhalten in der Gemeinschaft sein.

Antwort 4: Die Stadtverwaltung hat eine wertvolle eine Vorbildfunktion. Ich vertrete die Haltung, dass Vielfalt ein essentieller Baustein der Lübecker Stadtgesellschaft ist. Die Einflüsse, Anregungen und Inspirationen, die verschiedene Kulturen mitbringen, sind ein Schatz für Lübeck. Diesen Schatz möchte ich erhalten und überall für Frieden und Toleranz werben.

Antwort 5: Als Bürgermeister bekenne ich mich zur Vielfalt in unserer Gesellschaft und beziehe eindeutig Position. Ich bin Moderator zwischen gesellschaftlichen Akteuren und Gruppen und fördere den Dialog in unserer Stadt. Wertschätzung und Respekt sicherzustellen – unabhängig von Geschlecht und geschlechtlicher Identität, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung - ist die Aufgabe eines Bürgermeisters. Genauso wie Ansprechpartner mit der Anlaufstelle Diskriminierung zu sein, wenn es mal nicht gut läuft.

Wer hat das gesagt - Auflösung

Antwort 1: Dr. Axel Flasbarth, Bündnis 90/ DIE GRÜNEN
Antwort 2: Frau Melanie Puschaddel-Freitag, CDU
Antwort 3: Herr Uwe Effenberger, Einzelbewerber
Antwort 4: Frau Sophie Bachmann, Einzelbewerberin
Antwort 5: Herr Jan Lindenau, SPD

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