Finissage der Ausstellung von Mahaboubhe Hosseini

Wann: Dienstag 19.11.2019
16:00
Wo: Haus der Kulturen (Parade 12 , 23552 Lübeck)

„Mein Name ist Mahaboubhe Hosseini, ich bin 40 Jahre alt und komme aus Teheran (Iran). Seit 5 Jahren lebe ich mit meinem Mann und meinen zwei Kindern (5 & 13 Jahre alt) in Lübeck.
Die Malerei habe ich vor drei Jahren für mich entdeckt. Nach einem Unfall lag ich zwei Wochen in der Klinik. Von meinem Bett aus sah ich ein Bild mit zwei Katzen, die einen Sonnenuntergang beobachteten. Dieses Bild hat mich so in den Bann gezogen. Einerseits machte es mich traurig, denn so fühlte ich mich in jener Zeit. Hoffnungslos und traurig, da ich mich in Deutschland fremd fühlte, die Sprache noch sehr wenig verstand und mein Mann allein mit unseren beiden kleinen Kindern zu Hause zurechtkommen musste. Zusätzlich plagten mich die Zeichen der Parkinsonschen Krankheit, ein starkes Zittern meiner rechten Hand und meines rechten Beines machten mir das Leben schwer. Andererseits gab das Bild mir Mut. Ich hörte eine Stimme, die mir sagte: „Auch du kannst das Bild malen.“ Ich bat mein Mann mir Papier und Stifte in die Klinik zu bringen und so begann ich mein erstes Bild zu zeichnen. Einer Freundin, sie ist Graphikerin, bestärkte mich mit dem Malen weiter zu machen. Mein Lebensmut kam zurück und ich glaube fest, dass Jesus Christus zu mir gesprochen hat. Ich weiß mich in ihm geborgen, besonders in schwierigen Situationen. Sobald ich mich auf die Malerei konzentriere hört das Zittern meiner Hand auf und ich verliere mich in Zeit und Raum. Meine Bilder sind abgeleitet aus der iranischen Kunst, in denen klare geometrische Formen und kraftvolle Farben verwende werden. Die Formen und Muster findet man häufig auf persischen Teppichen und Porzellan. Meine Bilder zeichne ich auf Papier mit Finlinern, für ein großes Bild benötige ich ca. zwei Monate.“