In den letzten Jahren haben die beruflichen
und privaten Kontakte zwischen Deutschen und Nichtdeutschen zugenommen.
Obwohl zum Teil eine wachsende Akzeptanz festzustellen ist, gibt es
weiterhin auch „fremdenfeindliche“ Tendenzen. Die Ursachen
hierfür sind vielfältig. Ablehnung und Vorurteile
gegenüber Fremden beruhen nicht zwangsläufig auf eigenen Erfahrungen,
sondern oftmals auf Fehlinformation und Angst vor Konkurrenz, Überfremdung
und Wohlstandsverlust.
Die Arbeit gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit muss daher
breit angelegt sein und auf verschiedenen Ebenen ansetzen.
Die Schwerpunkte des Lübecker Büros sind neben
der Erwachsenenbildung und ausserschulischen Jugenderziehung, die Medienarbeit
und die Beratungstätigkeit
in Fällen von Diskriminierung. Durch den hauseigenen Dolmetscherdienst
stehen afrikanische, asiatische sowie europäische Sprachen zur Verfügung.
Das Team ist interkulturell besetzt. Das Antidiskriminerungsnetzwerk (ADN)
will verschiedenes anbieten. So werden beispielsweise Antirassismus Trainingsprogramme
(ART), Mediation und Schulungen für JuristInnen, SozialpädagogInnen,
StudentInnen unterschiedlicher Fakultäten
und SozialberaterInnen angeboten. Die Beratung informiert Betroffene und
Interessierte über
die Themen Antidiskriminierungsgesetz, aktueller Rechtschutz, Ausländer-
und Asylgesetzgebung und Beschwerdemöglichkeiten bei der EU Kommission.
Im Rahmen der landesweiten Netzwerkarbeit arbeiten die mit Diskriminierung
befassten Organisationen zusammen. Die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
umfasst sowohl die Veröffentlichung von Fachartikeln und Diskriminierungstatbeständen
als auch die Erstellung von Materialien für Schulen und andere Gruppen.
Die Entwicklung von Projekten zur Ermutigung von Mitarbeitern ist ein
weiterer Arbeitsansatz des Lübecker ADN Büros.
Auch nimmt die Beratungstätigkeit einen wichtigen Stellenwert ein.
Hervorzuheben ist die Möglichkeit, sich bei Diskriminierungsbeschwerden
direkt an eine juristische Fachkraft wenden zu können. Das Angebot
soll im September 2007 beginnen.
Antidiskriminierungsnetzwerk Lübeck
IKB - Haus der Kulturen
Parade 12
23552 Lübeck
Ansprechpartner/Leitung:
Eugen von Wietersheim (Jurist), Ilhan Isözen (Diplom Sozialwirt)
Beratungszeiten:
Mittwochs 10.00 – 12.00 Uhr
Tel: 0451/ 7 55 32 Fax: 0451/ 7 33 45
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